Themenschwerpunkt Berufspolitik, Weiterbildung & Versorgung
Wie lassen sich gute psychotherapeutische Versorgung und tragfähige berufliche Rahmenbedingungen angesichts politischer und finanzieller Herausforderungen sichern? Die Beiträge beleuchten die Finanzierung und Umsetzung der neuen Weiterbildung, unterschiedliche Weiterbildungssettings sowie die Professionalisierung angehender Psychotherapeut*innen. Gemeinsam werden Perspektiven für eine zukunftsfähige Versorgung und eine starke Berufsgruppe ausgelotet.
Der Workshop richtet sich an Masterstudierende kurz vor ihrer Approbationsprüfung und umfasst eine realistische Simulation der Prüfung mit Schauspielpatient*innen.
Ergänzend dazu werden Interviews mit Prüflingen und Prüfer*innen geführt, die euch Tipps zur optimalen Vorbereitung geben. Eine offene Fragerunde ermöglicht euch, individuelle Fragen zu klären und Unsicherheiten abzubauen.
Bei Interesse an diesem Workshop bitte über diesen Link anmelden: → Anmeldung zum Workshop "Fit für die Approbationsprüfung"
Die ersten Absolvent*innen des neuen Psychotherapiestudiums haben ihre Approbation erlangt und sind damit bereit für die Fachpsychotherapeut*innenweiterbildung. Die Anerkennungsverfahren an den Psychotherapeutenkammern für Weiterbildungsstätten sind in vollem Gange. Was fehlt ist weiterhin eine ausreichende finanzielle Grundlage um Weiterbildung auf dem angestrebten und notwendigen Qualifikationsniveau umsetzen zu können und um vor allem die Psychotherapeut*innen in Weiterbildung (PtW) angemessen vergüten zu können.
Trotz dieser schwierigen Ausgangsbedingungen sind erste Weiterbildungsstätten bereits aktiv in die Weiterbildung eingestiegen oder stehen zumindest kurz davor. Erste PtW befinden sich also bereits angestellt in der Weiterbildung zum*zur Fachpsychotherapeut*in.
In diesem Symposium werden aus drei verschiedenen Einrichtungen erste Berichte zu hören sein, wie die Weiterbildungspraxis dort anläuft bzw. geplant ist, welche Herausforderung sich zeigen und welche Perspektiven zu erkennen sind. Nach diesen Inputs werden die drei Referent*innen in einer offenen Diskussionsrunde miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch gehen.
Therapeutische Haltung entwickelt sich nicht nur durch Wissen und Methoden, sondern auch durch Erfahrung, Unsicherheit und Reflexion. Der Workshop lädt dazu ein, auf frühe Phasen des eigenen therapeutischen Weges zurückzublicken und persönliche Lernprozesse bewusster wahrzunehmen. Mithilfe von Perspektivwechseln im Sinne des Deictic Framing erkunden die Teilnehmenden die Beziehung zwischen „Ich damals“ und „Ich heute“. Ziel ist es, mehr Mitgefühl, Flexibilität und Klarheit im Umgang mit sich selbst und der eigenen therapeutischen Rolle zu entwickeln. Der Workshop richtet sich an erfahrene Therapeut*innen ebenso wie an Kolleg:innen in Ausbildung. Didaktisch verbindet er Meditation, Einzelreflexion, Austausch in Kleingruppen und gemeinsame Integration zentraler Erkenntnisse.
Reflexive Kompetenzen gelten als zentrale Voraussetzung professioneller Entwicklung von (angehenden) Psychotherapeut*innen. Das Symposium beleuchtet unterschiedliche empirische Perspektiven auf reflexive Prozesse und deren Bedeutung für professionelle Entwicklung, Ausbildung und Supervision.
Der erste Beitrag beleuchtet dabei allgemeine Einflussfaktoren auf den Erwerb reflexiver Kompetenzen im Rahmen der Psychotherapieausbildung. Im zweiten Beitrag werden zentrale Dimensionen von Selbstreflexion und deren Bedeutung für die Erfassung reflexiver Kompetenzen vorgestellt. Beitrag drei untersucht schließlich, wie angehende Psychotherapeut:innen unterschiedliche didaktische Ansätze gezielter Kompetenztrainings erleben und bewerten.
Wir sind die PsyFaKo e.V., der Dachverband der Psychologie-Fachschaften und die Interessenvertretung der Psychologiestudierenden im deutschsprachigen Raum.
Die fehlende Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung stellt den psychotherapeutischen Nachwuchs vor massive Herausforderungen: Sie schafft Unsicherheit für angehende Psychotherapeut*innen und erschwert einen verlässlichen Einstieg in den Beruf. Fast 8 Jahre nach der Reform des Psychotherapeutengesetztes ist die Finanzierung der Weiterbildung noch immer nicht ausreichend geregelt und tausende Absolvent*innen und approbierte Psychotherapeut*innen stehen vor de facto verschlossenen Türen.
Auf dem Kongress mཬhten wir diese Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren und gemeinsam der Frage nachgehen, welche Bedingungen es braucht, damit auch künftig genügend gut qualifizierte Psychotherapeut*innen weitergebildet werden - und damit auch langfristig eine gute psychotherapeutische Versorgung sichergestellt werden kann.
Die Psychotherapie steht aktuell vor komplexen Herausforderungen: Neue gesetzliche Rahmenbedingungen und Veränderungen im Vergütungssystem (wie etwa die Budgetierung) erschweren die psychotherapeutische Versorgung und führen zu Unsicherheiten im Berufsalltag sowie für Patient*innen.
Beim Round Table greifen wir diese aktuellen Problemlagen auf und schaffen einen offenen Raum für kritische Fragen, praxisnahe Lösungsansätze und solidarischen Austausch. Vertreter*innen aus unterschiedlichen Bereichen – Praxis, Verbandsarbeit und Selbstverwaltung– diskutieren, wie die psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung trotz dieser Herausforderungen gesichert werden kann.
Die Veranstaltung gibt Teilnehmenden die Gelegenheit, eigene Erfahrungen einzubringen, Impulse für berufliche Tätigkeit zu erhalten und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten für eine gute Versorgung zu erarbeiten.
Psychopharmaka gehören für viele Patienten zum therapeutischen Alltag. Gleichzeitig fühlen sich zahlreiche Psychotherapeut*innen im Umgang mit psychopharmakologischen Fragestellungen unsicher, obwohl sie regelmäßig Fragen zu Wirkung, Nebenwirkungen, Absetzprozessen oder Behandlungsentscheidungen beantworten sollen.
Der Workshop vermittelt praxisrelevantes psychopharmakologisches Wissen für Psychotherapeuten. Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Medikamentengruppen bei Depressionen, Angststörungen, Traumafolgestörungen, bipolaren Störungen, Psychosen und ADHS. Besprochen werden Wirkmechanismen, therapeutische Effekte, häufige Nebenwirkungen sowie typische Missverständnisse und Sorgen von Patienten.
Darüber hinaus wird die Rolle von Psychotherapeuten in der Begleitung medikamentöser Behandlungen beleuchtet. Anhand von Fallbeispielen wird diskutiert, wie psychotherapeutische und psychopharmakologische Interventionen sinnvoll miteinander verzahnt werden können und wie eine konstruktive Zusammenarbeit mit verordnenden Ärzten gelingt.
Der Workshop legt besonderen Wert auf klinische Anwendbarkeit und die Übersetzung komplexer pharmakologischer Inhalte in eine verständliche Sprache für die therapeutische Praxis.
