Forschung in und aus der Ausbildung

DATUM:;Samstag, 27. Februar 2016
ZEIT:;10:30 – 12:30 Uhr
RAUM:;L 115
PLANUNG UND MODERATION:;Qualitätssicherungskommission Markus Hertle (Augsburg)
A

Seit vielen Jahren wird in den Instituten der DGVT- Ausbildungsakademie auch be- und geforscht. Ergebnisse dieser Forschung aus der Praxis werden in dem Symposium vorgestellt. Die Ergebnisse der Therapieevaluation der Ausbildungstherapien werden zum ersten Mal präsentiert.
Der Frage wird nachgegangen, unter welchen Bedingungen Forschung in der Praxis möglich ist, aber auch welchen Fallstricken begegnet wird.

REFERATE:

Ulrike Willutzki (Witten)

Ausbildung in Psychotherapie - was macht gute PsychotherapeutInnen aus, und wie lassen sich entsprechende Entwicklungsprozesse unterstützen?

Was macht gute PsychotherapeutInnen aus? Was kann überhaupt Kriterium dafür sein, was gute PsychotherapeutInnen ausmacht? Braucht man dafür wirklich eine Ausbildung? Die Forschung zu diesen Fragen steckt immer noch in den Kinderschuhen, obwohl wir doch wissen, dass nicht nur Methoden, sondern auch PsychotherapeutInnen als Personen eine Rolle für Therapieprozess und das -ergebnis spielen. In diesem Beitrag sollen Konzepte und Ergebnisse der Ausbildungsforschung sowie ein aktuelles internationales Forschungsprojekt in diesem Bereich vorgestellt werden.

Anja Dresenkamp (Berlin)

Einzelselbsterfahrung - Ein Modellprojekt in der Ausbildung

Gruppen-Selbsterfahrung ist aus der Verhaltenstherapie-Ausbildung nicht mehr wegzudenken. 2009 hatte das Forschungsgutachten von Strauss et al. empfohlen, den Umfang von Einzelselbsterfahrung auf mindestens 50 Stunden zu erhöhen.
Modellhaft wurden an vier Ausbildungszentren der DGVT- Ausbildungsakademie 20 Stunden Einzel-Selbsterfahrung durchgeführt und evaluiert.
Trotz kleiner Stichprobe und des explorativen Charakters des Projekts lassen sich einige Trends erkennen und Befunde aus der bisherigen Literatur zu Selbsterfahrung bekräftigen.

Philipp Victor (Witten)

Evaluation von Ausbildungstherapien: Welche Patienten nutzen DGVT-Ambulanzen und wie erfolgreich sind die Therapien?

In den vergangenen Jahren haben sich computergestützte Systeme zur Erfassung und Auswertung von Basis- und Therapieverlaufsdaten in den DGVT-Ausbildungszentren etabliert. Mit Abschluss der ersten Therapien wurde begonnen, Daten zu extrahieren und zu analysieren. Berichtet wird über erste statistische Auswertungen auf Basis der Erhebungssysteme AmbOS und Figurationsanalyse. Die Patientenstruktur und gängige Diagnosen in der ambulanten Versorgung durch DGVT-Praxen werden gezeigt. Anschließend werden erste Ergebnisse zur Wirksamkeit von Ausbildungstherapien hinsichtlich der allgemeinen Symptombelastung, Depressivität sowie die Veränderungseinschätzung durch Patienten präsentiert. Das Vorgehen zur Datenextraktion und Fallstricke werden diskutiert.