Länderratsforum Neue Medien in der VT

DATUM:;Freitag, 26. Februar 2016
ZEIT:;12:45 – 14:15 Uhr
RAUM:;L 113
ORGANISATION:;Vorstand und Länderrat von DGVT & DGVT-BV

Das Länderratsforum findet in diesem Jahr im Rahmen einer Podiumsdiskussion statt. Prof. Dr. Christine Knaevelsrud (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Michael Borg-Laufs (Hochschule Niederrhein, Krefeld), Dr. David Daniel Ebert (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg) und Dr. Tobias Krieger (Universität Bern) werden über das Thema „Neue Medien in der Verhal-tenstherapie“ diskutieren. Die Diskussion wird moderiert von unserem DGVT- und DGVT-BV-Vorstandsmitglied Priv.-Doz. Dr. Heiner Vogel.
In den letzten Jahren wurde die Frage, ob sogenannte „Online-Therapien“ ein sinnvolles therapeutisches Mittel sein können, immer häufiger thematisiert. Es wurden bereits viele wissenschaftliche Studien zur Überprüfung der Effektivität von Online-Therapien durchgeführt und auch die Krankenkassen haben bereits erste Pilotprojekte gestartet. Beispielsweise hat die Techniker Krankenkasse im letzten Jahr in Kooperation mit Prof. Dr. Knaevelsrud den sogenannten DepressionsCoach entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Online-Beratung für Menschen mit leichten bis mittelschweren Depression.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie neue Medien in der Verhaltenstherapie eingesetzt werden können. Daher wird Frau Prof. Dr. Knaevelsrud vor der Diskussion zunächst einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zur Nutzung neuer Medien in der Verhaltenstherapie geben.
In Bezug auf die Nutzung neuer Medien in der psychotherapeutischen Praxis werden verschiedene Vor- und Nachteile diskutiert. Als Vorteile der neuen Medien werden unter anderem die Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung, eine hohe Zeitersparnis sowie die zeitliche und räumliche Flexibilität diskutiert. Allerdings kommt auch immer wieder die Frage auf, inwieweit eine Psychotherapie den direkten Kontakt zwischen PatientIn und BehandlerIn erfordert und ob die Nutzung neuer Medien einen negativen Einfluss auf die therapeutische Beziehung hat. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die psychotherapeutische Sorgfaltspflicht (z.B. Erreichbarkeit bei Krisen). Auch das Thema Datenschutz soll in diesem Zusammenhang thematisiert werden.   
Wir freuen uns auf die Diskussion und die verschiedenen Positionen unserer Diskutanten.