Barrieren bei der Anwendung expositionsbasierter Verfahren in der niedergelassenen Praxis

DATUM: Freitag, 02. März 2018
ZEIT: 14:00 – 16:00 Uhr
RAUM: HS 1b
PLANUNG UND MODERATION: Andre Pittig, Jürgen Hoyer (Dresden)

Die Behandlung von Angststörungen bildet einen Schwerpunkt in der psychotherapeutischen Praxis. Eine ambulante Behandlung wird jedoch durch viele Barrieren im Versorgungssystem und der  psychotherapeutischen Tätigkeit erschwert. Wartezeiten erstrecken sich über Monate und besonders Expositionsverfahren sind nur schwierig im klinischen Alltag umsetzbar. Während bisherige Lösungsversuche
vorwiegend auf die Verbesserung von Trainingsmaßnahmen abzielen, werden die subjektiven Barrieren der Behandelnden in der Versorgungspraxis kaum berücksichtigt. Eine Verbesserung der  Behandlungsbedingungen muss neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch die Erfahrungen und Arbeitsbedingungen der behandelnden Psychotherapeuten/innen berücksichtigen. In einem Einführungsvortrag sollen die Ergebnisse einer aktuellen Befragung von niedergelassenen Psychotherapeuten/innen (N = 699) zu Barrieren in der Anwendung von Exposition vorgestellt werden. Nach dem Einführungsvortrag werden eingeladene Vertreter/innen aus verschiedenen  Psychotherapeutenverbänden und -kammern, Ausbildungsinstituten, Krankenkassen sowie Vertreter/innen aus der Praxis die Ergebnisse aus ihrer Sicht kommentieren, um danach mit den Moderatoren in eine Plenardiskussion zu einer möglichen Veränderung der vorgestellten Barrieren einzusteigen. Ziel ist es, den Transfer von expositionsbasierten Verfahren und die Versorgung von Angststörungen zu verbessern. Diskussionsbeiträge anwesender Teilnehmer/innen sind herzlich willkommen.