Workshops

Planung und Moderation:Frank Mutterlose
Datum:Freitag, 05.03.2021
Zeit:10:15 - 12:30 Uhr

ACT und Bedürfnisse: A liberated mind Seit der Veröffentlichung des Buches A liberated mind (How to pivot towards what matters) von Steven Hayes (2019) ist das Konzept der ACTischen Bedürfnisse (yearnings) auf dem Tisch. Hayes versteht es als Verfeinerung und Erweiterung von ACT. Die Übergänge von Rigidität zu Flexibilität der Kernprozesse sollen dadurch vielfältiger und leichter werden. Der WS stellt kurz das yearnings-Konzept von Hayes vor und arbeitet dann mit praktischen Übungen, um es erlebbar werden zu lassen. Ziel des WS ist es, einen kleinen Einblick in das yearnings Konzept zu geben, erlebbar werden zu lassen, wie es in der Praxis nutzbar werden kann und ein Gefühl für das pivoting (Drehen) zu bekommen. (ev. mit Cos)

Planung und Moderation:Ralf Steinkopff, Mathias Funke
Datum:Samstag, 06.03.2021
Zeit:10:15 - 12:30 Uhr

Awareness Courage and Love (ACL) werden die wesentlichen Prinzipien in der FAP (Functional Analytic Psychotherapy, 3. Welle VT, nach Mavis Tsai) genannt. Nähe kann danach zwischen Menschen entstehen, wenn jemand sich der eigenen Verletzlichkeit und Einschränkungen bewusst ist (Awareness), das Risiko eingeht, sich damit zu zeigen (Courage) und beim Gegenüber damit auf Warmherzigkeit (Love) stößt.

Mavis Tsai hat eine weltweite Bewegung angestoßen, diese Prinzipien auch außerhalb des therapeutischen Kontexts ehrenamtlich in die Welt zu tragen. Ziel ist dazu beizutragen, dass die Verbindung von Mensch zu Mensch besser gelingt.

Im Workshop wollen wir vor allem Raum geben, ein solches ACL Meetup gemeinsam zu erleben. Dazu braucht es Bereitschaft, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich zu öffnen.

Planung und Moderation:Eva-Maria Greiner, Raimund Schwendner, Rupert von Keller
Datum:Samstag, 06.03.2021
Zeit:10:15 - 12:30 Uhr

Der Workshop gibt einen kurzen Überblick über "klassische" Methoden der Verhaltenstherapie und Systemischen Therapie. Es werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufgezeigt, Ähnlichkeiten herausgearbeitet. Anhand von Kleingruppen (und evtl. Fall-)Arbeit werden Bereiche beleuchtet, in denen sich durch Synergie-Effekte beider Schulen neue Impulse im therapeutischen Vorgehen setzen lassen.

Planung und Moderation:Mirjam Tanner
Datum:Samstag, 06.03.2021
Zeit:14:30 - 16:45 Uhr

Ursprünglich wurde die CFT, die auf der Verhaltenspsychologie beruht, von Paul Gilbert für die Behandlung von Menschen mit ausgeprägter Selbstkritik, Scham und Selbstverurteilung entwickelt. Inzwischen kommt sie bei einem breiten Spektrum psychischer Störungen zum Einsatz und ist wissenschaftlich gut untersucht. Im Workshop werden Sie mit Grundgedanken und Kernübungen der CFT bekannt, und lernen für die mentale Gesundheit relevanten Tücken kennen, welche die evolutionäre Entwicklung unseres menschlichen Gehirnes, unseres Bindungssystems und unserer Emotionsregulierung hervorgebracht haben. Sie erfahren, wie sich (Selbst-) Mitgefühl im therapeutischen Rahmen stimulieren lässt und Ängste und Blockaden dabei erkannt und diesen begegnet werden kann. Etwas genauer falls möglich: Vor rund 30 Jahren wurde die CFT von Prof. Paul Gilbert zunächst für die Behandlung von Menschen mit ausgeprägter Selbstkritik, Scham und Selbstverurteilung entwickelt. Inzwischen kommt dieser innovative Ansatz, dem die Verhaltenspsychologie zugrundeliegt, bei einem breiten Spektrum psychischer Störungen zum Einsatz und ist wissenschaftlich gut untersucht. Im Workshop macht Sie mit den Grundgedanken, dem Konzept und den Kernübungen der CFT bekannt. Sie werden in die Komplexität und Tücken eingeführt, welche die evolutionäre Entwicklung unseres menschlichen Gehirnes, unseres Bindungssystems und unserer Emotionsregulierung mit sich gebracht haben. Es wird veranschaulicht, wie die Motive und Funktionen unserer Emotionen mit den evolutionär neueren kognitiven Kompetenzen interagieren, vor welche Herausforderung dies uns Menschen stellt und, wie es uns verletzbar und anfällig für psychische Gesundheitsprobleme macht. Mit Übungen, Rollenspielen und kurzen Demonstrationen zu ausgewählten Aspekten, werden Sie die Grundlagen der CFT auf lebendige Weise kennenlernen und erfahren: - wie in Psychotherapien mit Mitgefühl und Selbstmitgefühl gearbeitet werden kann, um menschlicher Verletzbarkeit, psychischen Symptomen und Störungen auf heilsame Weise zu begegnen. - wie durch verschiedene Praktiken mitfühlende mentale Zustände stimuliert werden und ein Gefühl für eine mitfühlende Selbstidentität (mitfühlendes Selbst) aufgebaut wird. - wie Sie Ängste, Blockaden und Widerständen gegenüber Selbstmitgefühl und Mitgefühl erkennen, und wie Sie ihnen in Psychotherapien begegnen können.

Planung und Moderation:Kerstin Stemmer
Datum:Donnerstag, 04.03.2021
Zeit:13:30 - 16:45 Uhr

Außen ist es unsicher. Doch was bedeutet es, wenn es auch innen für viele Kinder und Jugendliche nicht sicher ist? Wie wirkt sich die aktuelle Situation, die große Ähnlichkeit mit einem traumatogenen Erlebnis besitzt, auf das Befinden, die Bedürfnisse und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus? Wenn Nähe als bedrohlich attribuiert wird und viele Kontakt- und Interaktionsmöglichkeiten wegfallen? Der Workshop setzt sich unter traumapsychologischen Gesichtspunkten mit den Auswirkungen der Pandemie auf sowohl vorbelastete als auch zuvor "unauffällige" Kinder und Jugendliche auseinander und beschäftigt sich mit den Herausforderungen für die therapeutische Praxis. Dabei werden (neue) Möglichkeiten von Kooperationen mit bspw. Schulen und Jugendhilfe vorgestellt und diskutiert. Das Einbringen eigener Fragestellungen ist ausdrücklich erwünscht.

Planung und Moderation:Johanna Unterhitzenberger
Datum:Samstag, 06.03.2021
Zeit:10:15 - 12:30 Uhr

Die Wirksamkeit der Behandlung von Kindern und Jugendlichen, die unter einer PTBS leiden, ist mittlerweile gut belegt. Dabei wird die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (TF-KVT) in den Behandlungsleitlinien aufgrund vielfacher Evidenz empfohlen. Die TF-KVT, bestehend aus Standardmethoden der Verhaltenstherapie, zeichnet sich neben den Phasen Stabilisierung, Konfrontation und Integration durch eine intensive Bezugspersonenarbeit aus.

In diesem Workshop sollen die Bereiche Psychoedukation, Traumanarrativ und gemeinsame Eltern-Kind-Sitzung in den Fokus genommen werden. Dies zielt darauf ab, ein Verständnis für die Symptomatik aufzubauen, sich den traumatischen Erfahrungen zu stellen und sie ins autobiografische Gedächtnis zu integrieren sowie eine hilfreiche Kommunikation über das Trauma in der Familie aufzubauen.

Planung und Moderation:Angelika Ilmberger, Marie Christine Dekoj
Datum:Freitag, 05.03.2021
Zeit:10:15 - 12:30 Uhr

Fusion oder Festhängen in Gedanken (engl. Being hooked) bedeutet Verschmelzen mit verbalen Inhalten wie Selbsturteilen, Selbstbildern, Regeln. Wenn wir festhängen, gelingt es uns nicht, werteorientiert zu handeln. Ziele der Defusionsarbeit sind daher: Erhöhen der psychischen Flexibilität, Einfluss nicht förderlicher Gedanken auf das Verhalten zu reduzieren, präsenter im lebendigen Kontakt mit dem Erleben zu sein. Es soll auf der erfahrungsbezogenen und experimentellen Ebene gearbeitet werden. Also den Prozess der Defusion erkunden und emotional erlebbar machen.

Planung und Moderation:Ulla Engelhardt
Datum:Freitag, 05.03.2021
Zeit:10:15 - 12:30 Uhr

Eine Reise durch vier Länder mit Monstern, Kraftwesen und starken Kindern! Ein kreativer Therapieablauf zum Auflösen von Ängsten und Blockaden bei Kindern und Jugendlichen    

Die Reisenden tauchen auf der Suche nach ihren inneren Schätzen in eine Welt voller Abenteuer und Begegnungen ein, begleitet von zauberhaften Methoden und Materialien. Hypnotherapeutisches Selbstwert-Training, eine Selbsthilfe-Methode, Teilearbeit mit Handpuppen und weitere lösungsorientierte Angebote unterstützen das Verankern von Ressourcen, das Verringern von Ängsten und Blockaden und verbessern die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und der Entfaltung des inneren Potenzials. Auf ihrem Heimweg nehmen Sie einen 'Werkzeugkoffer' mit, der gut gefüllt ist mit Materialien, praktischen Übungen, detaillierten Anweisungen und wertvol-len Anregungen für Ihre 'Reisen' mit Kindern und Jugendlichen.      

Planung und Moderation:Frauke Niehues
Datum:Donnerstag, 04.03.2021
Zeit:13:30 - 16:45 Uhr

Die moderne Hypnotherapie bietet über die klassischen Trancen hinaus vielerlei Handwerkszeug, welches den Therapieprozesse beschleunigt und effektiviert. Hierzu zählen z.B. die Ziel- und Ressourcenorientierung, Methoden für den Umgang mit Widerstand, der geschickte Einsatz von Sprache, Metaphern und Geschichten sowie emotionsaktivierende Methoden. Ziel des Seminars ist es, ein Grundverständnis für die hypnotherapeutischen Vorgehensweisen und Strategien zu vermitteln und einen Überblick über die vielfältige Methodik zu geben. Hierbei werden zentrale Techniken einschließlich der Trancearbeit demonstriert und geübt.

Planung und Moderation:Christine R. Steinmetz, Beatrice Jost
Datum:Freitag, 05.03.2021
Zeit:14:30 - 16:45 Uhr

"Im Zuge der aktuellen Klimakrise entstehen viele als aversiv erlebte Emotionen wie Angst, Trauer, Hilflosigkeit und Wut, die nicht nur Patient*innen, sondern ebenso Psychotherapeut*innen belasten. Diese Emotionen können z.T. als situationsadäquat, gar notwendig angesehen werden. Aktuell gängige Bewältigungsversuche umfassen jedoch das Verleugnen der Klimakrise, Resignation oder den „Überaktionismus“ bis zur Erschöpfung. Ziel des Workshops ist es Psychotherapeut*innen bzgl. dieser Thematik zu sensibilisieren sowie bei Patient*innen eine selbstfürsorgliche Emotionsbewältigung und daraus resultierendes konstruktives Handeln zu fördern.

Dafür möchten wir zu Beginn einen inhaltlichen Überblick über die Auswirkungen der Klimakrise auf das psychische Wohlbefinden und den psychischen Umgang mit der aktuellen Bedrohung geben. Dabei soll ein Fokus auf die gängigen Emotionsbewältigungsmechanismen gelegt werden, insbesondere auf die Emotionsvermeidung. Gemeinsam mit den Teilnehmenden soll auf die Problematik eingegangen werden, dass auch wir als Psychotherapeut*innen von dieser Thematik betroffen sind und gegebenenfalls Ängste mit den Patient*innen teilen. Im Zuge dessen sollen eigene Mechanismen der Teilnehmenden im Umgang mit der Klimakrise mithilfe von emotionsfokussierten Imaginationen aktiviert und reflektiert werden sowie ein möglicher konstruktiver Umgang mit den ausgelösten Emotionen diskutiert werden. Darauf aufbauend sollen Methoden zur Implementation dieser Erkenntnisse in die klinische Praxis vorgestellt werden, die u.a. der Akzeptanz- und Commitment Therapie zuzuordnen sind.

Zudem möchten wir auf die Frage eingehen, wie politisch wir als Psychotherapeut*innen sein dürfen bzw. möchten; im Spannungsfeld zwischen therapeutischer Abstinenz und Kongruenzerleben bezüglich der eigenen Meinungen und Interessen. Anhand von Fallbeispielen soll therapeutisches Vorgehen diskutiert werden, wobei eigene Erfahrungen und Beispiele eingebracht werden können."

Planung und Moderation:Agostino Mazziotta, Anja Zeller
Datum:Donnerstag, 04.03.2021
Zeit:13:30 - 16:45 Uhr

„Wir leben 300 km auseinander. Wie können wir unsere Partnerschaft erhalten?“, „Meine Frau möchte unsere Ehe öffnen! Kann das gut gehen?“, „Ich habe mich in meinen besten Freund verliebt! Bin ich hetero, schwul oder bi und kann ich dann noch mit meiner Frau zusammen sein?“ Diese Beratungsanliegen verdeutlichen, dass es sehr vielfältig sein kann, wie Menschen heute ihre (Liebes)Beziehungen gestalten. Berater*innen sind direkt am Puls solcher gesellschaftlicher Entwicklungen. Damit sie Klient*innen darin unterstützen können, ein Leben in Selbstachtung, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung zu führen, ist es oft nicht ausreichend, nur „offen“ für unterschiedliche Liebes- und Lebensmodelle zu sein. Notwendig ist es auch, dass sich Berater*innen ihrer eigenen Werte und Überzeugungen in Bezug auf Sexualität und Partnerschaft bewusst sind und angesichts der diversen Liebes- und Lebensmodelle „informiert-naiv“ vorgehen. Der Workshop gibt Einblicke in unterschiedliche Liebes- und Lebensmodelle (u.a. living apart together, polyamore und offene Beziehungen, gemischtorientierte Partnerschaften), beleuchtet Fluidität im sexuellen Begehren und gibt konkrete Anregungen für die Beratungspraxis. Neben theoretischen Inputs wird ein kreativer Raum geschaffen für Möglichkeiten der Selbstreflexion und des interaktiven kollegialen Erfahrungs-Austauschs.       


Planung und Moderation:Leonie Knebel, Stefan Wagler
Datum:Donnerstag, 04.03.2021
Zeit:13:30 - 16:45 Uhr

Sich von inneren Zwängen zu befreien, ist seit den Stoikern ein Ideal gelungener Lebensführung. Die moderne Psychotherapie regt dazu an, sein Leben selbstbewusst zu gestalten, sich aus Verstrickungen zu lösen und sich von gesellschaftlichen Zwängen zu befreien. In der psychosozialen und verhaltenstherapeutischen Praxis begegnen uns Menschen mit ganz unterschiedlichen sozialen Hintergründen und kulturellen Wertesystemen. Dabei sollen Beratungszimmer und Therapieräume Orte sein, die eine offene Begegnung mit sich und der Umwelt fördern. Gleichzeitig ist dem professionellen Gespräch ein strukturelles Machtgefälle immanent, das aus den Rollen der Hilfesuchenden und der Hilfegebenden resultiert, und Erfahrungen von Abhängigkeit, Anpassung und Unterwerfung reproduzieren kann.

Im Workshop möchten wir in praktischen Übungen mit Selbsterfahrungsanteil dazu anregen, sich mit eigenen Werte und Normen auseinanderzusetzen. Wie beeinflussen unsere Erfahrungen den Umgang Macht und Normen im therapeutischen Kontakt? Wie gehen wir mit Normkonflikten um? Wann, wie und wofür beziehen wir Stellung? Wie fördern und behindern verschiedene verhaltenstherapeutische Ansätze Emanzipation? Und wie gehen wir verantwortlich mit unserer Machtposition um, schaffen ein Bewusstsein für Abhängigkeiten und deren Überwindung in und außerhalb des professionellen Settings?

Die ethischen Rahmenrichtlinien der DGVT und der Feminst Therapy Code of Ethics geben für viele diese Fragen eine Orientierung. Die konkreten Antworten muss jede*r von uns im beruflichen Alltag selbst finden. Dafür möchten wir einen Reflexionsrahmen zur Verfügung stellen.

Planung und Moderation:Stephan Hoyndorf
Datum:Freitag, 05.03.2021
Zeit:14:30 - 16:45 Uhr

Die Emotionale Schematherapie (EST) von Robert Leahy fokussiert die Bewertung, das Verständnis und den Ausdruck von Gefühlen. Werden Gefühle als normal oder als Störung bewertet, bagatellisiert oder dramatisiert, gezeigt oder geschluckt? Analog zur Metakognitiven Therapie geht die EST davon aus, dass die Muster des Umgangs mit Gefühlen von hoher klinischer Bedeutung sind, und weniger die Gefühle per se. Fokussiert werden im Workshop auch Gefühle, die sonst weniger adressiert werden: Neid, Eifersucht, Scham.

Planung und Moderation:Max Rotter
Datum:Donnerstag, 04.03.2021
Zeit:13:30 - 16:45 Uhr

Die Allgemeine Psychotherapie nach Klaus Grawe stellt einen integrativen Therapieansatz dar und bezieht sich in seiner Modellbildung auf den Begriff des Schemas.

Im Workshop wird Anhand eines Fallbeispiels ein schematherapeutisches Fallkonzept und die daraus abgeleiteten therapeutischen Strategien vorgestellt und ausprobiert. Hierbei soll der therapeutische Nutzen eines schematherapeutischen Fallverständnisses im Rahmen störungsspezifischer Therapien verdeutlicht werden.

Planung und Moderation:Margit Brenig-Eggebrecht
Datum:Samstag, 06.03.2021
Zeit:14:30 - 16:45 Uhr

TIPP ist ein kreativ zu nutzendes, hilfreiches Mindmap in der Psychotherapie und Psychoedukation von Jugendlichen und deren Bezugspersonen. Das grafische Schaubild TIPP – wie auch die Fotocollage – stellt durch die Verwendung von allgemein verständlichen Metaphern das Leben und Erleben prozessual im Überblick auf
einer einzigen Seite dar. Patho- und salutogenetische Prozesse (rot/grün) werden im Zusammenhang mit Vermeidungs- und Annäherungszielen (Regenwolke/Sonne) nebeneinander farbig abgebildet: Am unteren Teil die problematischen und die stärkenden Erfahrungen der Vergangenheit, in der Mitte die Gegenwart mit Verhaltensanalyse, oben die motivationale Ausrichtung in die Zukunft. Entlang des Therapieverlaufs, der individuellen Fakten und der Bedürfnisse der Patient*Innen können aktuelle Alltagsgestaltung (Belastungen und Erleichterungen), soziale Erfahrungen, Traumata, sowie deren kognitiv-emotionale Verarbeitung (kognitive Schemata, Handlungsmuster, Innere Kinder), Werthaltungen, typische Denkfehler und Bewältigungsfertigkeiten, neurophysiologische Einflüsse, Situationsund Makroanalyse im Schaubild in ihren wechselseitigen Wirkungen dargestellt und integriert werden.
TIPP ist zudem ein innovatives Metamodell für die Psychotherapie:
Entwickelt auf Basis evidenzbasierter Therapieansätze erleichtert und erweitert TIPP transdiagnostisch die Fallkonzeptualisierung und ermöglicht die Integration von Interventionsmethoden und Psychotherapieansätzen (z.B. KVT, Schematherapie, CBASP, ACT, Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie...). Im WS erfolgt eine praxisorientierte Einführung in das Transponible Integrative Prozessuale Psychotherapiemodell (TIPP).

Planung und Moderation:Annika Kleischmann
Datum:Donnerstag, 04.03.2021
Zeit:13:30 - 16:45 Uhr

Die Behandlung von Menschen mit einer Intelligenzminderung, wird von vielen Psychotherapeut*innen als Herausforderung empfunden. Diese Patientengruppe zeigt auf den ersten Blick unverständliche Verhaltensweisen, welche durch das Konzept der emotionalen Entwicklung (Anton Došen) verständlicher werden.

Dieser Workshop vermittelt Handlungswissen im Kontakt mit intelligenzgeminderten Patienten. Im Fokus steht dabei die Diagnostik des emotionalen Entwicklungsniveaus (SEO/SEED). Anhand eines Fallbeispiels wird verdeutlicht, wie sich das emotionale Entwicklungsniveau eines Patienten auf seine psychische Erkrankung auswirkt und welche Schritte in der therapeutischen Arbeit wichtig sind.

Planung und Moderation:Raimund Schwendner, Eva-Maria Greiner, Rupert von Keller
Datum:Samstag, 06.03.2021
Zeit:14:30 - 16:45 Uhr

Die moderne Psychotherapie erobert Schritt für Schrit den digitalen Raum. Dieser Workshop gibt zunächst in einem Impulsvortrag und dann anhand von (Klein-)Gruppenarbeit an konkreten Werkzeugen einen Einblick, wie ausgewählte Methoden virtuell gestaltet und wirksam eingesetzt werden können. So z. B. die Arbeit mit Skalen, dem Zauberkreis oder dem Tetralemma.