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Round-Table


Planung und Moderation:Sarah Steden; Aleksandra Kaurin

Der Angriffskrieg auf die Ukraine ist ein Man-Made Disaster - doch auch in vielen anderen Ländern der Welt treiben Krieg, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und Hungersnöte Menschen in die Flucht. Auch auf der Flucht machen viele Menschen weitere schreckliche Erfahrungen. Die Versorgung von Geflüchteten mit psychosozialem oder psychotherapeutischen Unterstützungsbedarf findet in Deutschland zu einem großen Teil außerhalb der Regelversorgung statt. Im Round-Table sollen aktuelle Projekte und Angebote im Bereich der psychosozialen Versorgung und Psychotherapie von Geflüchteten (aus der Ukraine) kurz vorgestellt werden sowie die Erfahrungen und Erkenntnisse diskutiert werden. Des Weiteren soll der Frage nachgegangen werden, welchen Einfluss die abweichenden Rahmenbedingungen (Leistungen nach SGB statt AsylbLG) praktisch auf die gesundheitliche Versorgung sowie die Integration von geflüchteten Ukrainer:innen haben und welche Implikationen sich daraus für die Zukunft ergeben.

Planung und Moderation:Jan Glasenapp

Sterbewünsche von Patient*innen stellen Psychotherapeut*innen vor eine große Herausforderung, bei der wir uns in einem Spannungsfeld befinden. Geht es aus Sicht von Psychotherapeut*innen zunächst durch Abklärung von Suizidalität um die Fürsorge für Patient*innen und ihr Wohlergehen, kann aus Sicht dieser der Sterbewunsch Ausdruck von Selbstbestimmung und Autonomie sein, der eine respektvolle respektvolle Begleitung erfordert. In diesem Round-Table sollen Aspekte dieses Spannungsfeldes beleuchtet und diskutiert werden, darunter ethische Grundlagen, aktuelle gesetzliche Entwicklungen, notwendige Formen der Suizidprävention sowie Möglichkeiten zur Einschätzungen der Urteilsfähigkeit.

Planung und Moderation:Bettina Scheytt

Obwohl Wirksamkeitsnachweise für die Behandlung von Menschen mit Intelligenzminderung vorliegen, bleibt diese Patient:innengruppe drastisch unterversorgt – dabei ist im Grundgesetz verankert, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf. Was sind Gründe für die Unterversorgung? Welche Hürden gibt es für Patient:innen und Behandler:innen und wie können diese überwunden werden? Welche Forschungs- und Entwicklungsbedarfe, welche Herausforderungen auch für die Ausbildung gibt es? Im Rahmen eines Erfahrungsaustauschs von Behandler:innen und Forscher:innen sollen Möglichkeiten, Besonderheiten und Zugewinne der Behandlung von Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung thematisiert werden.

Planung und Moderation:Stefan Roggenkamp

Prokrastination, das problematische Aufschieben von Tätigkeiten trotz negativer Konsequenzen, ist weit verbreitet. Das Wissen über persönliche und aufgabenspezifische Einflussfaktoren auf das Aufschieben von Lern- und Studientätigkeiten ist bereits gut fundiert, und Beratungsstrategien setzen an diesen Punkten an. Nicht alle Betroffenen profitieren ausreichend von diesen Strategien. Soziale und situative Einflussfaktoren am Arbeitsplatz sind bislang noch kaum untersucht. In diesem Round-Table möchten wir zu einem offenen Austausch darüber anregen, was und wer uns dazu animiert (insbesondere am Arbeitsplatz) zu prokrastinieren.

Planung und Moderation:Katharina van Bronswijk; Christoph Hausmann

Die Klimakrise und das Artensterben sind für viele Menschen psychisch belastend. Durch sie ausgelöste Gefühle wie Wut, Angst, Trauer, Hoffnung oder Schuld können zu umweltfreundlichem Verhalten und politischem Handeln motivieren, ihnen aber ebenso gut im Weg stehen. Die psychischen Prozesse im Zusammenhang mit Klimagefühlen können im therapeutischen oder beratenden Setting unterstützt werden. Mit Blick auf die Dauerkrisen, in denen wir leben, ist neben der individuellen jedoch auch eine Anpassung der gesellschaftlichen psychischen Versorgung vonnöten. In dieser Lesung aus dem Fachbuch "Climate Emotions - Klimakrise und psychische Gesundheit" bieten die Herausgeber*innen Einblick in aktuelle Debatten und konkrete Umsetzungsideen und Handlungsmöglichkeiten für den beruflichen Alltag im psychosozialen Bereich.


Planung und Moderation:Lothar Duda; Eugene Epstein; Manfred Wiesner


Blickt man in diesen Zeiten auf den Zustand der Welt mit seinen menschgemachten Krisen, kann man rasch resignieren. Zum Glück gibt es ja Psychologie und Psychotherapie. Sie können uns helfen, das menschliche Versagen zu verstehen und auszuhalten – und gar die Verzweiflung, die manche erfasst, zu kurieren. Psychotherapie – die Insel des schier Guten und der Hoffnung in einem Ozean voller Gefahren? Auch die Psychotherapie ist Menschenwerk. Hm?! Unerschrockene können sich in den Katakomben der FU den Rest geben und einen Blick auf Wirrungen der Psychotherapie werfen.

Welchen homo und welches Denken hat die Psychotherapie geschaffen? Gibt es etwas zu tun? Und wenn ja, was?

An verschiedenen Installations-Stationen warten auf die Besucher:innen nach dem Primal Disaster, The Paperwork Disaster, The Determinability Disaster, The Business Disaster, The AI-Disaster, The Expansion Disaster, The Ethical Disaster – and A Way Out?

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bloß nicht Ihre Psychotherapeut:innen.

 

Planung und Moderation:Leonie Trimpop; Ulrike Willutzki

Besonders die ersten 5 Jahre der Aus- und Weiterbildung aber auch den Einstieg in einen Praxisalltag von psychologischen Psychotherapeut:innen bringen viele große Herausforderungen. Mit der Reform des Psychotherapiestudiums bieten sich neue Chancen und stehen neue Hindernisse bevor. Umso wichtiger ist daher die Perspektive derjenigen, die sich diesen noch stellen müssen und bereits vor Kurzem gestellt haben. Deswegen möchten wir wissen: • Was war hilfreich? • Was war hinderlich? • Wo kann man verbessern? • Was sollte unbedingt erhalten bleiben? Dazu möchten wir die Meinung von PiAs als auch frisch Approbierten, Ausbilder:innen / Supervisor:innen und Selbsterfahrungsleitungen hören und gemeinsam diskutieren.