Zum Verhältnis von Verhaltenstherapie und Psychoanalyse

DATUM: Samstag, 27.02.2016
ZEIT: 16:30 – 18:00 Uhr
RAUM: L 115
PLANUNG UND MODERATION: Hermann Storm (Falkensee)

Die Berührungsängste zwischen Verhaltenstherapie und Psychoanalyse sind in der praktischen therapeutischen Arbeit in den letzten Jahren geringer geworden. Es gibt sowohl psychodynamische Konzepte in denen explizit oder implizit verhaltenstherapeutische Ansätze einfließen als es auch verhaltenstherapeutische Behandlungsansätze gibt, in denen ebenfalls explizit oder implizit psychodynamische Konzepte integriert sind. In Intervisions- bzw. Supervisionsgruppen arbeiten Verhaltenstherapeuten und psychodynamisch orientierte Kollegen erfolgreich zusammen. Die ambulante psychotherapeutische Versorgung wird in Deutschland etwa jeweils zur Hälfte von verhaltenstherapeutischen und psychodynamischen KollegInnen geleistet. Dennoch ist auffallend, dass die psychodynamischen Verfahren kaum noch an deutschen Universitäten vertreten sind. Die AG hat zum Thema, ob die dominierende verhaltenstherapeutische Präsenz an deutschen Universitäten für die Verhaltenstherapie selbst nur als Vorteil gesehen werden sollte. Die AG hat das Ziel, sich mit dieser Sachlage auseinanderzusetzen. Ein kurzes Statement soll zu Beginn einen Einblick geben in die soziokulturellen und psychohistorischen Hintergründe des Verhältnisses von Psychoanalyse und Verhaltenstherapie.