WS 37: Emotionale Neustrukturierung mit der körperorientierten Psychotherapie nach Albert Pesso

DATUM: Mittwoch, 24.02.2016
ZEIT: 14:00 – 17:30 Uhr
PLANUNG UND MODERATION: Bärbel Smikalla-Weier, Günter Weier, (Berlin)

Jeder Mensch neigt dazu, sich in Beziehungen, im Arbeitsbereich und im Umgang mit sich selbst in ewig gleichen Mustern zu verhalten. Der Hintergrund dafür sind seine erlittenen Erlebnisse in seinem gelebten Leben, die seine Wahrnehmung in der Gegenwart einfärben. Können diese Muster, die sich im Gehirn wie auf Millionen Karteikarten eingeschrieben haben, verändert werden?
Am Therapiekonzept von Albert Pesso sollen die Möglichkeiten der Neustrukturierung demonstriert werden. Dabei wird die emotionale und kognitive Befindlichkeit des Klienten im Hier und Jetzt mit Symbolen sichtbar gemacht. Daraufhin öffnet sich für ihn nicht selten das Tor zu seinen leidvollen Erfahrungen, die aus Traumata, Überforderungen und nicht erfüllten Bedürfnissen bestehen. Nun werden mit Hilfe von Rollenspielern neue Szenen für festgelegte Kindheitssituationen entwickelt, in denen er Schutz (vor Missbrauch), Entlastung (Konzept von "holes in roles") und Befriedigung seiner Grundbedürfnisse erfahren hätte. Diese tief-emotionalen Erlebnisse finden zwar in der Gegenwart statt, sie werden jedoch mit den Sinnen des Kindes aufgenommen und können im Gehirn neu gespeichert werden mit der Überzeugung: So hätte ich es gebraucht!