Podiumsdiskussion: Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland

DATUM: Donnerstag, 25.02.2016
ZEIT: ab 16:30 Uhr
RAUM: HS 2
PLANUNG UND MODERATION: Monika Basqué (Berlin), Mike Mösko (Hamburg)

Die große Zahl an Flüchtlingen und MigrantInnen, die in Deutschland Schutz und Perspektive suchen, beherrscht seit Monaten die öffentliche Diskussion und stellt viele Bereiche unserer Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Neben der Unterbringung sowie der schulischen und beruflichen Integration sind auch viele Fragen hinsichtlich einer angemessenen psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen noch nicht gelöst. Gerade Menschen, die durch Kriegs- und Terrorerfahrungen und Flucht traumatisiert wurden, brauchen professionelle Unterstützung, Sicherheit und eine Perspektive. Für die Behandlung von Depressionen, Posttraumatischen Belastungsstörungen und anderen psychischen Erkrankungen sind psychosoziale und psychotherapeutische Angebote sowie eine gute medizinische Versorgung von zentraler Bedeutung.
Eine angemessene psychosoziale Versorgung ist nicht nur ethisch geboten, sondern auch eine unverzichtbare Voraussetzung für eine gelingende Integration. Doch die Politik arbeitet eher an Verschärfungen und Restriktionen, auch was den Zugang zu solchen Angeboten angeht.
Gemeinsam mit Ihnen und ExpertInnen möchten wir die komplexe und schwierige Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Lösungsansätze diskutieren.

Unsere GesprächspartnerInnen sind:

  • Dr. Elise Bittenbinder, Vorsitzende der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer
  • Wolfgang Schreck, Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer und der DGVT
  • Prof. Dr. med. Malek Bajbouj, Klinik für Psychiatrie, Charité Benjamin Franklin Berlin
  • Lukas Kirsch, Asklepios Klinikum Harburg, Psychiater in einer Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg
  • Mechthild Rawert, Mitglied des Bundestagsausschusses für Gesundheit, MDB (SPD)