Flucht und Vertreibung aus Osteuropa infolge des Zweiten Weltkriegs – psychologische Implikationen für die erste bis dritte Generation

DATUM: Donnerstag, 25.02.2016
ZEIT: ab 16:30 Uhr
RAUM: K 25/11
PLANUNG UND MODERATION: Sibylle Grabowsky (Heidelberg)

Von 1944 bis 1949 kamen ca. 14 Mill. Menschen aus Osteuropa infolge von Flucht und Vertreibung nach Deutschland. In den aktuellen Erhebungen zu Personen mit Migrationshintergrund wird diese Personengruppe nicht mehr erfasst. 1970 waren ca. ein Fünftel der westdeutschen und knapp ein Viertel der ostdeutschen Bevölkerung Personen mit Flüchtlings- bzw. Vertriebenenhintergrund. In dem Referat soll ein kurzer Überblick über ihre damalige psychosoziale Situation (Verlust von sozialer Identität und Heimat, Konfrontation mit einer neuen Intergruppensituation, Umgang mit traumatisierender Erfahrung), sowie deren individueller und innerfamiliärer Verarbeitung gegeben werden. Des Weiteren soll auf Implikationen für die psychotherapeutische Praxis mit Patienten, die damals Kinder waren, bzw. deren Enkelkinder eingegangen werden.